Grundschule an der Paul-Singer-Straße

Mit Spaß lernen und lehren

Auch in diesem Jahr gab es einen Wettbewerb 'Fahrrad Champ 2017' vom Ortsamt Vahr/Schwachhausen. Unsere Klasse 4b von Frau Heitmann ist dort hingefahren un d hat sich alles angesehen. Hier könnt ihr den Bericht aus dem Stadtteil-Kurier vom 12.6.2017 lesen.

Maxim aus der Klasse hat dort teilgenommen und die Schule vertreten. Das hast du super gemacht ...

 

Die Besten der Besten

29 Kinder aus 15 Klassen aus der Vahr und Schwachhausen radeln um die Wette – Drei Mädchen triumphieren

KONTAKTPOLIZIST JENS VOGEL MIT DEM WANDERPOKAL. BEIM FAHRRADFAHREN UM DEN PREIS WAR DER REGEN ZWEITRANGIG.
 
ALBA PUCH WITZENHAUSEN (VORNE) WAR ERSTE SIEGERIN, ZWEITE WAR LENA MESSYASZ (DAHINTER).
 

Vahr. Noch an der Ampel an der Haupt­straße sind sie zu sehen: Kinder im Fahrradkorso, bunte Helme in Rot, Gelb, Weiß, Grün und Blau, treten in die Pedale. Für ­lachende Gesichter haben sie gute Gründe. Bis zum heutigen Donnerstag haben sie alle viel über Sicherheit im Straßenverkehr gelernt. Als Höhepunkt einer großen Unterrichtseinheit in Kooperation mit der Polizei haben sie dies gerade einmal wieder als die Besten der 15 teilnehmenden vierten Klassen von Grundschulen aus der Vahr und Schwachhausen unter Beweis gestellt: Die Teilnehmer des eben zu Ende gegangenen Wettbewerbs „Fahrradchamp Schwachhausen/Vahr 2017“ auf dem Verkehrsübungsplatz an der Wilhelm-Leuschner-Straße.

Sophie Bommert von der Waldorfschule, Moritz Beck von der Grundschule Carl-Schurz-Straße, Lina Julie Delbarre von der Schule Freiligrathstraße oder auch Malte Stolz von der Grundschule am Baumschulenweg haben gelernt, sich angestrengt und sind mit Herz und Verstand bei der Sache. Auch Leoni Möhlenhoff von der Schule in der Vahr, Lorelai Windisch von der Grundschule Parsevalstraße, Yagmur Gürganboz von der Grundschule Witzlebenstraße oder auch Maxim Borok von der Grundschule Paul-Singer-Straße und die vielen Weiteren stellten sich dem Wettbewerb aus Theorie und Praxis am Donnerstagvormittag, trotz regnerischer Bedingungen.

Polizisten machen es vor

Im Vorfeld gab es in der Schule theoretischen Stoff zu lernen sowie praktischen Unterricht durch die Polizisten zu erfahren. Letzterer fand zum einen im Stadtteil und zum anderen auch auf dem Verkehrsübungsplatz an der Wilhelm-Leuschner-Straße statt. „Alles, was von uns, den Polizisten, selbst vorgemacht wird, wird auch erfahrungsgemäß nicht mehr hinterfragt“, erklärt Jochen Frese den didaktischen Ansatz der mit Helm und Fahrrad ausrückenden Ordnungshüter.

Auf dem knapp einen halben Fußballplatz großen Areal warten 13 Stationen auf Bewältigung. Dabei wird neben Aufmerksamkeit für die Umgebung vor allem ständige Kontrolle des Fahrrads verlangt. Hinzu kommt eine zu absolvierende Gefahrenbremsung sowie einarmiges Fahren und das Passieren besonderer Hindernisse.

Wetterfestigkeit brachten offenbar alle mit, denn das Finale des Wettbewerbs findet unter erschwerten Bedingungen statt: Nieselregen begleitet die Schüler, Lehrer, Eltern, Polizisten und Verantwortlichen vom Ortsamt. Später ergießen sich regelrechte Ströme. Trotzdem kommen alle ans Ziel. Nur der Pavillon muss noch umgestellt werden, sodass zumindest die allermeisten die Siegerehrung außerhalb des Schlimmsten verbringen können.

„Wo sind die Medaillen?“, ruft Jens ­Vogel von der Polizei Bremen teils ins Mikro, teils fragend zu seinen Kollegen und halb ans regennasse Publikum gewandt. Alles ist da. Sachpreise, Urkunden, Zuschauer und die Stars des Vormittages: Die Kinder. Einige von ihnen halten bereits ihre Urkunden in Händen. Die Medaillen verteilen Jens Vogel und Ortsamtsleiterin Karin Mathes an die gespannt wartenden Schülerinnen und Schüler.

Die Sonne lässt sich zwar auch nicht mehr blicken, doch immerhin hält der Regen inne. Unter lautem Applaus wird die Drittplat­zierte Anna Sophie Giesa von der Schule Freiligrathstraße geehrt. Den Pokal für den zweiten Platz reckt kurz darauf Lena Messyasz von der Grundschule Parsevalstraße in die Luft.

Wer Champ wird

Die Spannung löst sich: Die Erstplatzierte beim Fahrradchamp 2017 kommt aus dem Stadtteil am Bürgerpark: Alba ­Witzenhausen Puch von der Grundschule am Baumschulen­weg. Die Frage danach, ob sie viel gelernt habe im Verkehrsunterricht, verneint Alba Puch Witzenhausen überraschend, und fügt freundlich bescheiden hinzu, dass sie bereits seit der ersten Klasse jeden Unterrichtstag mit dem Fahrrad zur Schule fahre. Nun ist Alba in der vierten Klasse. Das ist eine Menge Erfahrung auf dem Sattel. „Es hat sehr viel Spaß gemacht!“, sagt sie. „Es war toll, denn man musste sich konzentrieren, um alles zu schaffen“, schließt sie. Und Erfolg hat sie in besonderem Maße: Sie erreicht an diesem Vormittag als einzige Schülerin die volle Punktzahl, in Theorie wie auf dem praktischen Parcours. „Die Wippe war im Regen schwierig zu fahren und der Slalom“, stellt Alba die herausforderndsten Stellen des Parcours für sie persönlich heraus.

Für die drei Schülerinnen gibt es ­kleinere Einzelpokale, Sachpreise für die ­gesamte Klasse. Für die Gewinnerklasse des dritten Preises von der Schule Freiligrathstraße geht es demnächst mit ihrem Kontaktpolizisten zum Eisessen. Für Lena und ihre Mitschüler wie Mitschülerinnen von der Grund­schule Parsevalstraße steht ein Besuch beim Olbers Planetarium auf dem Plan. Und Alba bekommt mit ihren Kameraden und Kameradinnen von der Grundschule am Baumschulenweg einen Wanderpokal und einen Ausflug nach Bremerhaven. Sie fahren im Polizeibus mit ihrem Kontaktpolizisten Ulrich Bergemann als Belohnung für ihren Sieg in den Zoo am Meer, worauf sich Alba sehr freut, da sie Tiere selber sehr gern hat. „Wir haben zu Hause auch drei Hühner und einen Hund!“, sagt sie.

„Das ist wirklich eine ganz runde Sache“, umschreibt Dagmar Bardenhagen, Lehrerin und stellvertretende Schulleiterin an der Grundschule Parsevalstraße, den alljährlichen Wettbewerb. „Die Kinder würden viel lernen und würden merken, wie sehr sich Training lohnt!“ Auch die Zusammenarbeit mit der Polizei funktioniere Jahr für Jahr reibungslos. „Die Kinder sind immer wieder begeistert!“, verabschiedet sie sich. Die Schule wartet, wir haben ja gerade einmal Mittag. „Alle die hier sind, können unglaublich stolz sein“, betont Kontaktpolizist Jochen Frese zum Schluss. „Sie sind die Besten der Besten!“